Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Sie würdigen damit die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der genossenschaftlichen Organisationsform.
Das unternehmerische Selbsthilfeprojekt, das Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch vor nahezu 160 Jahren in Deutschland entwickelt haben, ist längst zu einem globalen Erfolgsmodell geworden.
So sind 800 Millionen Menschen in über 100 Ländern, also jeder neunte Bewohner der Erde, Mitglied einer Genossenschaft. In Europa zählt die Genossenschaftsorganisation insgesamt 117 Millionen Anhänger.
Deutschlandweit gibt es 5.688 genossenschaftliche Unternehmen mit mehr als 17,9 Millionen Mitgliedern. Auch im Freistaat haben Genossenschaften ihren festen Platz: Jeder vierte erwachsene Einwohner, das entspricht etwa 2,7 Millionen Bayern, ist Mitglied in einem der 1.162 genossenschaftlichen Unternehmen.
Allein der Raiffeisenbank Dietenhofen gehören über 1.500 Mitglieder an.
Diese Zahlen zeigen einmal mehr: Genossenschaften sind auf der ganzen Welt eine beeindruckende Wirtschaftskraft. Sie würden Menschen helfen, regionale Wirtschaft zu organisieren, um damit in der globalisierten Ökonomie zu bestehen. Zu Recht honoriert die UNO diese Leistung mit dem Gedenkjahr.